MitFamilie


Sowohl seitens der Angehörigen als auch seitens der inhaftierten Väter selbst wird immer wieder der Wunsch nach intensiverer, gemeinsamer Familienzeit auch während der Inhaftierung geäußert. Als Gründe werden u.a. meist, das Bestreben nach dem Erhalt des familiären Gefüges, das Vermeiden von Entfremdung, der Wunsch nach mehr gemein- samer Zeit außerhalb der Haftanstalt und das vorsichtige Wiederaneinander-Gewöhnen benannt.

 

Um diese Prozesse fachlich begleiten zu können und weil sich die finanzielle Situation der nichtinhaftierten Angehörigen meist so verschlechtert, dass ein Kurzurlaub nicht möglich ist, jedoch dringend benötigt wird, wurde seitens des MitGefangen e.V. diese Projektidee „Familienzeit“ entwickelt. 

 

Dieses Projektangebot soll inhaftierten Familien eine intensive gemeinsame Zeit außerhalb des Vollzuges und außerhalb des Alltagsumfeldes ermöglichen und mit Hilfe von erlebnispädagogischen Angeboten und formellen sowie informellen Gesprächen / Gesprächsgruppen ein Entlastungsangebot für alle Betroffenen sein.


5. Familienzeit in Geising


Auch dieses Jahr haben wir erneut ein tolles Wochenende in Geising mit fünf Inhaftierten, deren Kindern und Angehörigen verbracht. Dem Erlebnisbericht eines Inhaftierten ist von uns nichts hinzuzufügen:-)

 

Viel Freude beim Lesen und ein dickes Danke zurück!!

 

 

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Bericht eines Teilnehmers
Familienzeit in Geising Juni 2018
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4. Familienzeit in Geising


 

Nach drei tollen Jahren, war in diesem Jahr bereits die Vorbereitungszeit verschiedentlich eine Herausforderung. Schlussendlich haben am diesjährigen Projekt MitFamilie leider nur 3 inhaftierte Väter mit ihren Partnerinnen und insgesamt 5 Kindern teilgenommen, wenngleich wir bis 3 Wochen vor Start noch von 7 Familien ausgegangen sind.

 

Tag1

 

Die Familien wurden erneut vom Busunternehmen Grendetzki sicher zur Unterkunft in Begleitung von 3 Mitgliedern des MitGefangen e.V. nach Geising in die Baude des Naturbades Hüttenteich gebracht. Bevor die Reisegruppe " MitFamilie" ankam, wurden schon Vorbereitungen getroffen, so dass für ein schnelles Ankommen die Basis geschaffen war. Die Zimmeraufteilung, der Einkauf, die Absprachen mit dem Chef der Baude waren schon erledigt und der Grill angezündet. Als die Gäste ankamen roch es schon verdächtig gut nach Gegrilltem. Nach dem Abendbrot wurde gemeinsam abgewaschen und aufgeräumt, denn es stand für die mitgereisten Kinder spielen mit Papa oder Mama auf dem Plan . Ob nun Tischkicker oder Kartenspiel, Minigolf oder Fußball auf dem Spielplatz- je nach Lust und Laune konnte der Abend bis zum gemeinsamen ins Bett gehen gestaltet werden.

 

Tag2

 

Wie in den letzten Jahren auch, war für einige Väter die Nacht sehr früh zu Ende, so dass sie sich gleich gut um die Frühstücksvorbereitungen kümmern konnten. Die erste Kaffeekanne wurde wohl bereits kurz nach 5 gekocht. Anschließend ging es mit ausreichend selbst gepackten Lunchpaketen in Richtung Wildgehege. Der gemeinsame Spaziergang zur Zughaltestelle glich einer Miniwanderung mit Kind und Kegel bei kühlen Temperaturen. Nach einer kurzen Zugfahrt konnten die Familien im Wildpark Tiere beobachten und Füttern, auf dem Spielplatz toben und ihren Hunger mit einem Lunchpaketpicknick oder im hauseigenen Imbiss stillen. Folgend nach dem Text werden Eindrücke in Form von Fotos zu sehen sein, die verdeutlichen, dass bei einem schönen gemeinsamen Tag in Familie die sonst gerade schwierig Zeit etwas vergessen werden konnte. Zurückgekehrt aus dem Wildpark haben einige ein Schläfchen gehalten , der Spielplatz wurde belagert, Minigolf gespielt oder wie in jedem Jahr gebastelt.

 

Am Abend wurde gemeinsam Wurst, Gemüse und ... und geschnibbelt – für die fast schon traditionelle Kesselsuppe. Leider machte das Wetter, genauer gesagt der Wind, in diesem Jahr nicht nur unserer Badeplanung, sondern auch dem Vorhaben ein Lagerfeuer anzuzünden und Knüppelkuchen zu backen einen Strich durch die Rechnung. Wenngleich das einige traurige Kinderaugen zur Folge hatte, blieb uns aus Brandschutzgründen keine andere Wahl. Dennoch konnte auf einen langen regenfreien Tag in Gemeinsamkeit, Zeit mit der Familie und Aktivitäten verschiedenster Art zurückgeblickt werden.

 

Tag3

 

 Der letzte Tag stand wie immer ganz im Zeichen der Rückreise nach Hause bzw. in die JVA und der erneuten Trennung vom Papa. Aufräumen, Packen, für die nächsten Projekte buchen, ein letztes Foto - und schon waren die gemeinsamen Stunden des Projektes MitFamilie 2018 vorbei. Und während am Freitag auf der Hinreise noch viele aufgeregte Stimmen und Geplapper zu hören waren, war die Busfahrt am Sonntag sehr still und sowohl von Erinnerungen und Traurigkeit oder Wehmut geprägt.

Lesen Sie den aktuellen Erlebnisbericht eines Teilnehmers

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Familienwochenende in Geising 2017.pdf
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3. Familienzeit in Geising

Auch die 3. Durchführung (23.-26. Juni 2016) des Projektes „MitFamilie“, das in Kooperation mit der JVA Dresden durchgeführt wurde, kann ohne Einschränkungen als Erfolg gewertet werden. Die sechs inhaftierten Väter mit insgesamt acht Kindern und drei Kindesmüttern konnten schnell anfängliche Distanzen durch ihre Aufgeschlossenheit und gemeinsames Handeln/Vorgehen überwinden. Das Wetter spielte wunderbar mit. Hitze und Gewitter passten in alle geplanten Maßnahmen, die mit wunderschönen Ergebnissen, wie z.B. das Bemalen von Stoffbeuteln, endeten.

Den Vätern ist es gut gelungen, sich neben dem gemeinsamen Baden, Wandern, Basteln, Minigolfen, Knüppelkuchen backen und Spielen, den "Alltagspflichten", wie Essen vorbereiten, Abwaschen und Aufräumen, Kinder trösten sowie deren Tagesstruktur angemessen zu gestalten, nachzukommen. Zudem mussten sie sich Paarkonflikten stellen und auch  Grenzen setzen.

 

Aufgrund des positiven Resümees der 3. Durchführung unseres Projektes „MitFamilie“, ist für Juni 2017 eine weitere Projektdurchführung in Vorplanung.

Wir möchten unseren Lesern den Erlebnisbericht der Teilnehmer nicht vorenthalten:

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Familienzeit 2016.pdf
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2. Familienzeit in Rathewalde Sächsische Schweiz

DEM REGEN ZUM TROTZ! Das vom 19.06.-21.06.2015 durchgeführte Wochenende bleibt allen Beteiligten trotz des Regens sicherlich in guter Erinnerung. In diesem Jahr konnten 6 inhaftierte Väter, davon 3 alleinerziehend sowie 3 als Elternpaare, mit insgesamt 8 Kindern ein Wochenende außerhalb des Vollzuges verbringen. Sowohl die Kinder im Alter von 1 - 11 Jahren als auch die 3 mitgereisten Kindesmütter konnten die Zeit beim Wandern, Tretbootfahren, Basteln und Toben in der Turnhalle oder die stillen Momente am Lagerfeuer und beim Kuscheln mit den inhaftierten Vätern genießen. Für alle Inhaftierten stellte der durch Vollzugspersonal begleitete Langzeitausgang die erste Übernachtung außerhalb der Gefängnismauern dar. 

 

Alle Teilnehmer und der MitGefangen e.V. danken der JVA Dresden für das Vertrauen in die Maßnahme und die große Unterstützung.

Auch dieses mal haben die teilnehmenden Gefangenen einen Erlebnisbericht vom Wochenende geschrieben:

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Erlebnisbericht eines Gef. 2.pdf
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1. Familienzeit in Rathewalde Sächsische Schweiz

"GESCHAFFT! Die Premiere des Projektes "Familienzeit" am Wochenende (20.-22.06.) war ein voller Erfolg.

 

Die 5 inhaftierten Väter, 4 Angehörigen und 7 Kinder im Alter von 8 Monaten bis 10 Jahren waren sich einig, dass die Zeit mit der Familie in der Sächsischen Schweiz viel zu kurz war und keine Eintagsfliege bleiben sollte. Trotz kleiner Premierenpannen gab es viel Spaß beim Rudern und Tretbootfahren, beim Besteigen der Schweden- löcher, T-Shirts-Gestalten, beim gemeinsamen Küchendienst und dem Fußball-Schauen. Besonders die Kids haben die Zeit mit ihren inhaftierten Papas und den Kontakt zu anderen Kindern, die in der gleichen Situation sind, sehr genossen.

 

 

Hier der Erlebnisbericht eines teilnehmenden Gefangenen:

Am 20.06.2014 begann für 5 Gefangene der FOWG und der Väterstation samt Kind und Kegel, sowie für 7 Bedienstete bzw. Sozialarbeiter ein bis dahin einmaliges Projekt, ein Gruppenausgang über 2 Tage.

Wir wussten nicht, was uns erwartet und so begegneten wir diesem Ausflug mit Skepsis und Aufregung. Der Ausflug hatte etwas, was uns an unsere Schulzeit erinnern ließ – ich sag` nur Klassenfahrt ! Der Reisebus stand schon bereit, die pädagogische Leitung auch, und unsere Angehörigen trudelten nach und nach mit dem Gepäck ein. Da wir nur gut 20 Reiseteilnehmer waren und unsere letzte Busfahrt vermutlich die Fahrt zum Gericht "mit der grünen Minna" war, starteten wir recht luxuriös in die Sächsische Schweiz.......

 

Den kompletten Bericht finden Sie hier zum downloaden:

 

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Fotos von der Familienzeit: