MitEinander


Im Herbst 2014 enstand das Projekt MitEinander dadurch, dass eine Dresdner Kirchgemeinde uns überraschend den Erlös eines Flohmarktes spendete. Das hatte zur Folge, dass wir im Dezember 2014 erstmals für mehr als 20 Kinder mit ihren inhaftierten Vätern, Müttern und Großeltern eine Weihnachtsfeier durchführen konnten. Jedes Kind erhielt von uns ein Weihnachtsgeschenk. Der Mehrzwecksaal der Anstalt wurde festlich geschmückt, es gab weihnachtliche Bastelangebote und als weitere Besonderheit eine Clownine, die allen ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Die inhaftierten Väter waren für das leibliche Wohl verantwortlich und haben tagelang gebacken und gekocht. Zudem waren die Gefangenen so dankbar für die Spende und die ermöglichte Weihnachtsfeier, dass sie unbedingt etwas zurückgeben wollten.

Infolgedessen wurden im Februar 2015 über den Verein Handarbeitsmaterialien gekauft und insbesondere von Gefangenen der Schülerstation Kuscheltiere und Mützen gehäkelt, die wir für den nächsten Flohmarkt im April 2015 mit einem Dankeschön und Fotos von der Weihnachtsfeier an die Kirchgemeinde übergeben haben. Zwischenzeitlich ist eine Art dauerhafte Zusammenarbeit zwischen dem Verein, der JVA Dresden und der Kirchgemeinde entstanden, durch die zum einen unser Verein für seine Projekte weitere finanzielle Unterstützung erhalten hat.

Zum anderen wurde im September 2015 durch Vereinsmitglieder ein Gemeindeabend zum Thema "Mein Papa ist in Haft - (k)ein Tabuthema" durchgeführt.

Im Januar 2016 halfen wir gemeinsam mit sechs inhaftierten Vätern, die regelmäßig Projekte des Vereins nutzen, im Rahmen eines freiwilligen Arbeitseinsatzes der Kirchgemeinde mit dem Umbau des Gemeindezentrums. Weitere solcher gemeinnützigen Arbeitseinsätze der inhaftierten Väter für die Gemeinde sollen folgen. Zudem sind bereits weitere Häkelarbeiten für den Flohmarkt im April 2016 durch die Gefangenen in Arbeit.

 

Schlussendlich führt MitEinander dazu, Schranken und Vorurteile abzubauen, aufzuklären und Ausgrenzung sowohl der Straftäter als auch besonders der betroffenen Kinder zu vermeiden. Ferner zeigt es, dass Geben und Dankbarkeit immer, egal wo und wie, möglich sind.